2007 10.02. Bericht Sandra Le Touquet

Wie in den Jahren zuvor war die Aufregung um das 3 h Enduro Rennen in Le Touquet riesig.
Dieses Jahr ist die Teilnehmerzahl von 250 auf 350 Quads angehoben worden, welches den Event noch größer machte.

Die Papierabnahme war – wie immer – ausgesprochen langwierig. Da wir aber Freitag morgens unsere Fahrzeuge um 06:00 Uhr in die Abnahme stellten, waren wir "schon" um 12:30 Uhr fertig. Eigentlich lief die Abnahme reibungslos,
wir mussten nur noch die Dezibelzahl an unseren STW Racing Team Quads runter bekommen. Meins war 102 db laut, und Torstens lag bei 100 db.
Doch mit den dazugehörigen Einsätzen war die Lautstärke danach kein Problem mehr. Schleunigst bauten wir unsere Boxen an einer absolut genialen Position auf.
Der Samstag morgen verlief ruhiger als in den Jahren zuvor, da durch den Star-Quad-Lauf unser Training ausfallen musste.
War auch gar nicht so schlimm, denn der Himmel sorgte noch für eine ausgiebige Streckenbewässerung.
Um 11:30 Uhr legte dann aber kurzzeitig das Chaos los – die Boxen durften bezogen werden.
Endlich, 12:00 Uhr, konnten die Start-Fahrer zur Startaufstellung fahren. Es dauerte tatsächlich 17 min bis alle Fahrzeuge die Boxen verlassen hatten.
Den Start habe ich fernab aus der Pitboard-Area beobachten dürfen – nicht nur von dem nasskalten Wind hatte ich eine Gänsehaut!
Doch der Wettergott hatte ein einsehen mit den Fahrern und den zahlreich angereisten Zuschauern – und lies die Sonne erstrahlen.
Nun ging für mich das nervenaufreibende Warten los:
Wann kommt Lenka herein?
Wie wird die Strecke werden?
Wird das Material halten?
Klappt der Boxenstopp reibungslos?.....
Als Lenka dann zum Fahrerwechsel hereinkam ging alles ganz schnell, ratz fatz getankt, den Dual Gas von Roll- auf Daumengas umgestellt und schon ging es los.
Die Strecke war zunächst noch in einem guten Zustand. Leider ist mir auf der langen Geraden das Rolloff Band meiner Brille gerissen und wedelte dauernd vor meinen Augen herum.
Nach meinem ersten Turn klappte der Wechsel wieder einwandfrei und ich konnte mich auf meinen zweiten Turn vorbereiten. Die Streckenverhältnisse die ich dann vorfand waren unbeschreiblich.
Wie soll man erzählen wie wellig so eine schöne Strecke werden kann? Ist halt mit nichts zu vergleichen.
In meiner letzten Runde kam der Sieger an mir vorbeigeflogen als wäre da so nix!
Die Zuschauer tragen maßgeblich in Le Touquet zu der speziellen Stimmung dort bei. Jeder Fahrer wird angefeuert, und bei der Rückfahrt von der Strecke zur Box wird ausnahmslos jeder gefeiert!!
Le Touquet ist und bleibt ein Erlebnis!
Jedes Jahr sagen wir Sonntags nach dem Rennen: "Nie wieder!" – aber sobald im Oktober die Nennungsformulare eintrudeln gerät das Nein ins Schwanken und bevor man weiß was los ist, hat man schon wieder genannt.

Sandra Wiedemeyer